Ich habe soeben die letzte Hausarbeit meines Lebens fertig gestellt. Sie war auch gleichzeitig die langweiligste und beginnt so:
Zu Beginn des 7. Jahrhunderts fand das Frankenreich zu zentraler Verwaltung zurück. Nachdem die zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts von einer blutigen Fehde unter den Nachfolgern Chlothars I. bestimmt war, gelang es Chlothar II. im Jahr 613, die Kontrolle über das gesamte Reich zu erlangen. Dies allerdings nur zu einem Preis, der im Pariser Edikt festgelegt worden war: Der Monarch sicherte dem Adel und den zugehörigen Reichsteilen ein großes Maß an Eigenständigkeit zu.
Während der Adel im gesamten fränkischen Reich an politischer Bedeutung gewann, wurde er von einer neuen und starken religiösen Strömung beeinflusst. Der Mönch Columban und seine Jünger hatten seit dem ausgehenden 6. Jahrhundert mit einer aketischen und missionarischen Auslegung des Möchtums mehr und mehr Anhänger gewonnen. Viele Adlige ließen sich von diesem Impuls beeinflussen, unterstützten Klötsergründungen im columbanischen Sinne oder tauschten gar selbst den weltlichen Dienst mit der Mönchskutte.
Die Situation steigender weltlicher Macht bei gleichzeitig wachsender religiöser Beeinflussung des Adels wirft vielerlei Fragen auf: Wie verhielt sich König, der auf die regionalen Machthaber angewiesen war, zu einer solchen Entwicklung? Wie nutzten Vertreter des Mönchtums das Gehör, das sie nun fanden? Wie gestaltet sich das Zusammenspiel zwischen Adel und Mönchtum? Schließlich: Aus welchem Grund liessen sich so viele Adlige von einem Mann beeinflussen, der Askese und Demut predigte?
Der Rahmen dieser Ausarbeitung würde gesprengt, versuchte man, auch auf nur eine dieser Fragen eine für das gesamte Frankenreich geltende Antwort zu finden. Es liegt jedoch nahe, eine Region in der Nähe des politischen Zentrums dieser neuen Entwicklung auszuwählen und isoliert zu betrachten. Hierfür bieten sich Klöster Jumièges und Saint-Wandrille an, die zur Mitte des 7. Jahrhunderts gegründet wurden, also zu einem Zeitpunkt, als die Klöstergründungen im irischen Sinne gerade zunahmen. Hinzu kommt, dass sich beide Klöster in der Diözese Rouen befinden, im kirchlichen Herschaftsbereich des Bischofs Audoin also, der als einer der bedeutendsten Protagonisten der Ausbreitung des irofränkischen Mönchtums beschrieben wird.
Overoverover!
Jetzt geh ich raus und trink ein Bier!
Dienstag, 1. Mai 2007
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2 Kommentare:
Aehm, was? Ich war grade eingenickt...
Ich empfehle ein doppeltes Herrengedeck mit nem Doener dazwischen...
Gleich kommt noch ein Konter...
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